Meine Ausrüstung

Sicher habe ich schon den einen oder anderen Euro bei diversen Outdoor Händlern gelassen, trotzdem ist nicht alles neu oder auf dem neusten Stand der Technik. Viele Gegenstände kann ich für Fahrrad und Boot nutzen.

Das Zelt (MSR Velo, gibt es nicht mehr neu zu kaufen) bietet neben einer geräumigen Schlafkabine eine riesengroße Apside. Das ist besonders bei schlechtem Wetter ein großes Plus. Kochen, Warten, Essen, Sitzen – ist alles relativ trocken im Vorzelt  möglich. Gewicht und Packvolumen des Zeltes sind so grade noch akzeptabel, dafür hat es aber den entscheidenden Vorteil, bei Dauerragen wirklich dicht zu sein. Im Faltboot benutze ich das verpackte Zelt als Sitzunterlage. Das ist sehr komfortabel, außerdem komme ich am Abend zum Aufbauen schnell dran. Es hat zwar mittlerweile schon einige Jahre auf dem Buckel, aber ich hoffe sehr, dass es das Reisejahr noch durchhält.

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Besonders hänge ich an meinem alten Berger Falttisch. Den habe ich vor ca. 10 Jahren beim Kauf eines betagten Faltbootes für meinen Bruder als Beigabe geschenkt bekommen. Das war ein großes Glück, normalerweise werden die alten Falttische nicht abgegeben, sondern höchstens vererbt. Wer einen hat, gibt ihn nicht mehr her. Das Gestell lässt sich, ohne irgendwelche Teile demontieren zu müssen, zusammenfalten. Die „Tischplatte“ kann dann um das Gestell gerollt werden. Nicht ganz stilecht, aber recht bequem ist der moderne Dreibein Hocker, der meine „Einrichtung“ vervollständigt.

 

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Hocker, Tisch, Zeltgestänge und Plane sind auf dem Vorderdeck von Hedwig in einem wasserdichten Packsack verstaut. Dieser fungiert bei schwerer See auch gleichzeitig als Wellenbrecher. Das hört sich zwar etwas lächerlich an, ist aber bei starkem Wind oder hohen Schiffswellen wirklich sehr hilfreich. Es kann dann schon leicht mal vorkommen, dass Hedwig ihre Nase unter Wasser drückt.

 

Überhaupt ist im Boot das Gepäck überwiegend in wasserdichten Packsäcken verstaut. Die sind im Boot festgebunden und dienen gleichzeitig als Auftriebskörper.

 Für das Rad habe ich ganz normale Gepäcktaschen aus PVC Material (LKW Plane).

Der Proviant im Boot lagert in einer handelsüblichen Kühlbox. Die hat ihren festen Platz auf dem vorderen Sitz. Die Kühlung erfolgt mit einem Handtuch, welches tropfnass auf der Box liegt. Das funktioniert auch bei großer Hitze prima, selten werden mir Lebensmittel schlecht.

Beim Radfahren kann ich viel weniger Proviant mitnehmen. Es ist aber auch viel leichter möglich, sich mit frischen Sachen zu versorgen.

Wichtig ist mir noch meine Rettungsweste, sie bläst sich im Falle einer Kenterung automatisch auf und soll dann mein Köpfchen, auch im Falle einer Ohnmacht sicher über Wasser halten. Ich hab sie noch nie testen müssen.  

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Für mich absolut unverzichtbar ist die kleine gelbe Faltschüssel (der Firma Zölzer).  Sie ist für die unterschiedlichsten Nutzungen gut. Zum Beispiel fülle ich sie mit einem Liter kaltem und der gleichen Menge kochendem Wasser auf und  kann dann damit ein komfortables Waschlappenduschbad nehmen. Außerdem fungiert sie abwechselnd als Spülschüssel, Waschmaschine, „Rasierwasserbehälter“, Verpackung für den Kocher und manchmal auch als Ösfass zum Schöpfen. Und das schon seit über 20 Jahren!

 

 

Meine neueste Errungenschaft ist eine kleine, aber sehr feine, Espresso „Maschine“ aus Edelstahl für 2 Tassen. Ich kann sie mit meinem Spirituskocher, für den ich einen Extraeinsatz besorgt habe, verwenden. Damit  lässt sich, so hoffe ich sehr, vorzüglicher Milchkaffee zubereiten.

Meine sonstige Ausrüstung ist meiner Meinung nach nicht besonders erwähnenswert. Es gibt so ein breites (Über)Angebot an gutem Campingmaterial und praktischer Kleidung, so dass jeder das passende finden und ausprobieren kann.